der nuttenfotograf - deutschland unterhalb der gürtellinie
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SCHWARZER SONNTAG - Leseprobe aus DER NUTTENFOTOGRAF

Frühlingsstraße 46. Eine Mail vom Hauptquartier hat mich hierher geführt. Ich soll Joy aus der Karibik fotografieren und einen Vertrag mit ihr abschließen. Gerne Wochenende. Ich hab Joy angerufen. Sie fand das Timing ideal. Jetzt stehe ich vor dem Haus, in dem sie arbeitet.
Das Nuttenuniversum und die Realität kreuzen sich an dieser Stelle. Ich kenne das Haus. Ein Freund von mir wohnt darin. Seine Frau wird begeistert sein, wenn sie erfährt, dass ihr Neugeborener in der unmittelbaren Nachbarschaft von Nutten aufwächst. Oh, da ist sie auch schon. Mit Kinderwagen!

„Stefan! Du hier? Wolltest du uns besuchen? Andreas hat gar nichts gesagt ...?“ Ihr Blick fällt auf meine Ausrüstung. „Seit wann fotografierst du?“ „Seit ein paar Monaten.“ „Und was machst du hier im Haus damit?“ „Portraitfotos. Von der Oma für die Enkelin. Ich erzähl´s dir später, ich muss los ...“ Irgendein Gefühl sagt mir, ich sollte besser nicht die Wahrheit sagen, sondern möglichst schnell das Weite suchen ...

DingDong.

Zumindest das Alter stimmt: Joy ist eine etwa sechzigjährige füllige, lebenslustige Frau mit kakaobrauner Haut und guten Manieren. Vielleicht liegt es an ihrem britischen Akzent, vielleicht auch an ihrer angenehmen Stimme, dass ich ihr gerne zuhöre, obwohl sie plappert wie ein Wasserfall. Auf dem kurzen Weg zum Wohnzimmer erfahre ich, dass sie aus Jamaika stammt, dass sie in London gelebt hat und erst seit drei Jahren in Deutschland ist.

Joys Wohnung sieht aus wie der Haushalt von braven deutschen Durchschnittsbürgern. Just, als ich an den deutschen Biedermann denke, kommt er mir entgegen: als Lebensgefährte der Karibikperle. Peter stellt sich vor und dankt für den Service am Sonntag. Ich begrabe die Aussicht auf Sex, wegen der ich losgezogen war. Zumindest vorübergehend, bis der Job erledigt ist. Dann suche ich mir eine andere Tür.

Die Lust aufs Fotografieren hält sich an diesem Sonntag in Grenzen. Mehr als zehn Fotos sind nicht drin. Abnutzungseffekte? Jetzt schon? Nein. Dicke Eier. Trotz Blowjob gestern Nacht. Jetzt schnell noch Serviceliste durchgehen, unterschreiben lassen und anschließend verschwinden.

Peter und Joy, das Senior-Interracial-Couple, nimmt Platz auf dem Sofa. Sie setzen ihre Lesebrillen auf und gehen zusammen die Liste mit den angebotenen Sexpraktiken durch. Es riecht nach German Gemütlichkeit, nach Kaffee und Kuchen, während wir über Pissen und Scheißen reden.

„Ach komm, das machst du nicht, ich kenn dich. Das hier nicht und darauf hast du auch keine Lust.“ „What? Naturlick mache ich Pipi und Kaviar auf die Gast! Easy Money! Stop ... Küssen nicht durchstreichen, ist extra Geld! Oh Peter, kannst du bitte aufhören, dich einzumischen in meine Job?“

Na Peterle, tun dir deine Eier weh? Du hast ja fast alles auf der Liste durchgestrichen! „Ganz normaler Job“, hast du doch vorhin gesagt. Handentspannung, Französisch mit Gummi, nomaler Geschlechtsverkehr: Mehr als ein sexuelles Notfallprogramm ist nicht drin. Nicht mal kuscheln darf Joy mit dem Freier. Je mehr Geld die Sexpraktiken bringen, desto dicker sind die Striche, mit denen er sie auf der Liste ausgemerzt hat. Bei Gang Bang mit mehr als zehn Männern hat er besonders fest aufgedrückt.Das Papier ist an der Stelle fast zerrissen. Ich finde die Situation erheiternd. Warum nicht die Schlinge enger ziehen, die um Peters Eier liegt?

„Seid ihr durch mit der Liste? Lass mal sehen.“ Ich greife mir den Fragebogen, werfe einen Blick darauf und mache ein kritisches Gesicht. „Damit verdienst du kein Geld, liebe Joy. Wenn wir das Inserat schalten und keine Gäste kommen, liegt´s nicht an der Webseite, sondern daran, dass du langweilig bist.“

Joy wirft einen triumphierenden Blick zu Peter, dessen Blutdruck gerade steigt. Kann ich verstehen. Ist sicher hart, wenn deine Lebensabschnittspartnerin neben dir auf der Couch sitzt, Natürlich schlucke ich Sperma sagt und damit ihren Job meint.

„Wir gehen das Ganze einfach noch mal durch, okay? Ich fang mal oben an: Analverkehr. Als Schwarze ist das natürlich DAS Ding. Viele deutsche Männer stehen auf geile, schwarze pralle Frauenärsche wie du ihn hast. Also: Anal – Ja oder nein?“ „Ja.“

Faustfick, Sklavenbehandlung, Fäkalsex: Joy sagt zu allem Ja. Zu fast allem. Sie würde auch einen Gang-Bang mit mehr als zehn Männern machen, stünde ihr ein Raum zur Verfügung. More than thousand Euros, just in a couple of hours – fantastic, isn´t it?

Peter war es, der gesagt hat, das sei alles normal. Ich nehme ihn beim Wort und gestalte das Gespräch mit Joy so normal, als ginge es um einen Bausparvertrag und nicht um Penisse. Was im Wohnzimmer des augenscheinlich gutbürgerlichen Paares gerade stattfindet, ist eine hypergroteske Realsatire, die ich inszeniere, in der ich mitspiele und gleichzeitig mein eigenes Publikum bin.

Während ich Joy in ein charmantes Gespräch über Sextechniken und geheime Vorlieben verwickle, wandert mein Blick zu ihrem Peterle. Meine giftgetränkten Pfeile haben ihn getroffen. Wenn er sich windet, werden sich die Widerhaken an ihrer Spitze noch tiefer in sein Fleisch bohren.

Doch es sind nicht meine Giftpfeile, die den grauhaarigen Nuttenfreund zu Fall bringen, sondern seine Lebensabschnittsgefährtin, die seinem männlichen Stolz hinterrücks den endgültigen Todesstoß versetzt.
"Isch träume davon, dass isch in der Badewanne liege, viele viele Männer sind um misch herum und sie pissen und wichsen auf misch, in meine Mund und Face und auf meine Titts und meine Pussy und in die Badewanne. Natürlich will ich nicht echt, it´s only a phantasy, you know ...“

Ich nicke verständnisvoll. Ich habe den Eindruck, Peter waren die geheimen, erotischen Fantasien seiner Lebensabschnittspartnerin bisher unbekannt. Er sieht aus, als hätte er gerade unter der Gefängnisdusche einen Heiratsantrag von einem Schwerstkriminellen bekommen. Sein hochroter Kopf bildet einen starken Kontrast zu dem hässlich grünen Hemd, das unter den Armen durchnässt ist und seine Beine, die in beigefarbenen Cordhosen stecken und in Filzpantoffeln enden, zittern ein wenig. Hoffentlich bekommt er keinen Herzinfarkt, wenn ich gleich aus der Tür gehe.

„Es war wundervoooll. You´re so charming.“

Joy aus der Karibik verabschiedet sich mit warmen Worten und großen Gesten an der Haustür von mir. Peter ist nicht dabei. Wir haben ihn mit zertrümmerten Eiern auf dem Sofa zurückgelassen.

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4.2.14 12:10


ICH VERACHTE DICH!

Vor ein paar Tagen veröffentlichte Tanja Rahm, dänische Ex-Nutte, einen offenen Brief an ihre Ex-Freier. Sie bringt darin ihre Verachtung für all jene zum Ausdruck, die jemals ihre Dienste in Anspruch genommen haben.

Ich hatte ein Dejà vu, als ich die deutsche Übersetzung gelesen habe. Fast wortwörtlich dieselbe Rede hatte auch Sabrina gehalten. Vor 3 Monaten, während des Shootings. Und vor ihr Vanessa, Sarah und Kim.

Wie fühlt man sich als Bildungsbürger, wenn man im Puff ist und so etwas zu hören bekommt?

Schlecht. Schlecht und Böse. Auch als Dienstleister. In diesen Augenblicken wollte ich gehen. Meine Sachen packen und mich mit einem feuchten Händedruck und einem "Alles Gute für die Zukunft" verabschieden.

Ich bin geblieben. Weil die Aussage "Ich verachte meine Kunden" keinen Sinn macht, wenn der Verkäufer sich seinen Job freiwillig ausgesucht hat. Oder liege ich da falsch?

18.1.14 17:27


Männer, die im Puff nicht bezahlen müssen

Ja, es gibt sie: Typen, die in einen Puff gehen und kostenlosen Sex bekommen. Nuttenfotografen, zum Beispiel. Und wer noch? Hier ist eine kleine Liste mit all den Typen, denen ich im Laufe der vergangenen Jahre im Backstagebereich über den Weg gelaufen bin.

1. Der Lover

Wenn du morgens als Dienstleister in die Wohnung der Frau kommst, ist er gerade aufgewacht, liegt mit ner Fluppe im Bett und hängt an der Playstation. Er hat keinen Bock auf Arbeit und hat sich entschieden, sich lieber von einer Nutte aushalten und beschenken zu lassen. Beziehung ist ja auch Arbeit - Irgendwie...

2. Der Laufbursche

Frührentner und/oder Ex-Freier, der aufgrund seiner häufigen Besuche inzwischen zum Inventar des Puffs gehört. Er sitzt zusammen mit den Nutten in der Küche. Den ganzen Tag lang, manchmal über Monate hinweg. Laufburschen erledigen kleinere Aufträge: Zigaretten holen, Pizza holen, Müll rausbringen, Gassi gehen mit dem Hund der Chefin.

3. Der fliegende Händler

Teure Handtaschen, kostbare Uhren, schicke High Heels: Im Kofferaum seines Autos hat der fliegende Händler jede Menge Chanel-, Rolex- und Prada- Look-a-likes, die er versucht den Nutten anzudrehen. Kommt ein Verkauf nicht zustande, bieten fliegende Händler den Frauen ein Tauschgeschäft an: Ware gegen Sex.

4. Der Drogenhändler

Er bringt den Stoff und bekommt dafür Geld UND Sex. Ob es die gefährliche Aura dieser Typen ist, die die Frauen anmacht, oder eine Incentive-Maßnahme, ist unklar.

5. Der Handwerker

"Ich werd´ feucht, wenn ich einen kräftigen Handwerker im Blaumann bei seiner Arbeit zusehe....". Noch Fragen? Es ist die beliebteste weibliche Sex-Fantasie. Die Wahrscheinlichkeit als Handwerker während eines Jobs im Puff von einer Nutte verführt zu werden und kostenlosen Sex zu bekommen beträgt c.a. 87%.

6. Der Pizza-Bote

Pizza-Bote an der Haustür zum Sex verführt: Keine kranke Männerfantasie, sondern bittere Realität. Bitter für den Pizza-Boten, dessen nächster Kunde bereits wartet und der deshalb das Sex-Angebot der Nutten ablehnen muß. Running-Gag in Bordellen.

 

 

16.1.14 21:02


Wie ich mal Nutten fotografiert habe, die bei DSDS mitmachen wollten

Ich weiß nicht, ob unter den Teilnehmerinnen, die bei DSDS gezeigt wurden, tatsächlich jemals eine Nutte war, aber ich weiß eines: In den Bordellen der Republik träumen junge Frauen davon, bei DSDS ganz groß rauszukommen! Für sie ist Dieter Bohlen der Prinz, der auf einem weißen Pferd geritten kommt und sie auf den Thron einer Pop-Prinzessin hebt.

Es ist ein paar Jahre her, dass der Name der Sendung bei einem Gespräch im Bordell erstmalig fiel. Ich hatte gerade eine bildhübsche, 20jährige Araberin fotografiert, sie bat mich ihr Gesicht auf den Fotos unkenntlich zu machen. Das ist üblich in diesem Geschäft. Überraschend war nur ihre Begründung:

"Ich hab mich bei DSDS beworben und ich will nicht, dass dann die Fotos in der Bild zu sehen sind, wenn ich ins Fernsehen komme."

Sie hat mir alles erzählt. Dass sie seit ihrer Kindheit die Sendung verfolgt, dass es ihr großer Traum ist, bei DSDS teilzunehmen und dass sie sich gute Chancen ausrechnet, ins Finale zu kommen. Warum? Weil sie jeden Titel aus allen Shows nachsingen kann und weil Dieter Bohlen auf Frauen wie sie steht. Auf Exotische Chicks mit großen Titten. Die hübsche Araberin präsentiert mir eine Kostprobe ihres Könnens. Als Handyvideo. Sie, zuhause vor der Rauhfasertapete. Als musikalische Herausforderung hat sie sich einen Song von Beyoncé rausgesucht, der leise im Hintergrund läuft und auf den sie drübersingt, schief und falsch. Immerhin: Die Stimme hat einen gewissen Wiedererkennungswert, sie ist dunkel und geheimnisvoll, doch das ist alles. Die hübsche Araberin ist durch und durch talentfrei.

Soll ich es ihr sagen? Nein, lieber nicht. Es ist besser, wenn die Menschen es irgendwann selbst merken. So wie ich, der bis zum Alter von 35 Jahren Geld für Musikinstrumente und Software ausgegeben hat, bis ich mir eingestehen konnte, dass ich in dieser Hinsicht uninspiriert bin. Deshalb nicke ich anerkennend, drücke ihr die Daumen und lasse sie mit ihrem Traum zurück.

Nach diesem Erlebnis fiel mir auf, dass die hübsche Araberin nicht die einzige im Nuttenuniversum war, die den Wunsch hatte, bei DSDS mitzumachen. Ich erinnere mich an 4 oder 5 Frauen, denen ich beim Shooting das Geheimnis ihres großen Traums entlockt habe. Ihnen allen war es ein wenig unangenehm, darüber zu sprechen. Ja, sie wollen ins Fernsehen, wollen singen und sich einem Millionenpublikum präsentieren und Nein, sie wollen nicht, dass es irgendjemand aus dem Bekanntenkreis mitbekommt. Heil, dir, Logik des Nuttenuniversums...

Es ist nicht beim Bekenntnis geblieben. Nach 2 Vodka-Red Bull gerieten die Shootings immer aus dem Ruder und wurden zu einer ausgelassenen DSDS-Karaoke- Party im Puff - Mit Vorsingen, mit mir als Jury-Chef Dieter Bohlen und mit lustigen Fotos, auf denen die Nutten in Dildos singen und "Recall" auf meinem Pimmel steht...

Aufgrund der Beliebtheit von Casting-Shows und mit Blick auf die Statistik war es nur eine Frage der Zeit, bis ich einer Nutte begegne, die bei einer solchen Veranstaltung mitmachen will. Ich war allerdings davon ausgegangen, dass sich die Chicks bei Germany´s next Top Model bewerben, und nicht bei DSDS. Warum? Weil sich das Model-Business und die Prostitution deutlich näher sind, als ficken & singen...

 

 

 

 

 

13.1.14 18:48


Wie ich mal einen schwulen Fußballspieler fotografiert habe


Es ist ein verregneter Vormittag im Herbst. Ein Anruf hat mich in die kleine Etagenwohnung in einer kleinen Stadt in der Nähe geführt. Jemand möchte ein Inserat im Nuttenkatalog buchen und benötigt dafür Fotos und Videos. Der Ansprechpartner, den mir die Agentur in der Mail genannt hat, ist ein Mann.

Es ist unangenehm, wenn Männer im Spiel sind. Es sind meist Besserwisser und Hobbyfotografen, die dir ständig mit "hilfreichen Tipps" reinquatschen und die dich daran hindern, deinen Job schnell und effektiv zu erledigen.

Dasselbe erwarte ich zunächst auch von dem großen, durchtrainierten Typen mit dem markanten Gesicht, der mir die Tür öffnet und mich wortlos hineinführt. Als ich die Wohnung betrete, ändere ich jedoch meine Meinung. Zwei paar Fußballschuhe, Poster von Fußballspielern, Fan-Wimpel. Okay... Kein Feingeist. Was dann? Zuhälter? Nutten-Lover?

Der Typ führt mich ins Wohnzimmer, an dessen Wänden jede Menge Poster von Spielern des 1.FC Bayern hängen. Keine Frage: Ich bin der Wohnung eines echten Fans... Eine kleine, dicke Frau, etwa 20 Jahre alt, liegt, mit einem Bademantel bekleidet, auf dem Sofa und zockt irgendein Ballerspiel auf der Playstation. Die Vorgänge auf dem riesigen Flatscreen interessieren sie deutlich mehr, als meine Anwesenheit. Begrüßungen scheinen nicht zum Verhaltensrepertoire der beiden zu gehören.

"Ich bin der Dennis, wir hatten telefoniert wegen dem Inserat."
"Hi Dennis... Miguel. Sagt mir einfach, wie die Fotos aussehen sollen... wir brauchen ja nur ein paar..."
Während Dennis überraschend leise redet, klingt meine Stimme laut und bestimmt. Ich rede für zwei, im Plural, schiele am Fußball-Fan und Selbstspieler vorbei zu Videgame-Girl und hoffe, dass sie sich in Bewegung setzt, damit ich den Job zügig erledigen und verschwinden kann.
"Dann geh ich mich jetzt mal umziehen. Kann ein bisschen dauern..."
Surprise, surprise: Der Fußballspieler will sich selbst anbieten. Ein uralter Männertraum: Ficken und dafür Geld bekommen. Aber was meint er denn mit "Umziehen"? Es reicht, wenn er die Jogginghose und das Kapuzenshirt auszieht...
"Sarah, ey... kannste mir mal helfen?"
Videogame-Girl trollt sich widerwillig vom Sofa. Beide verschwinden im Schlafzimmer, während ich die Kamera auspacke und Einstellungen daran vornehme. Es dauert eine ganze Weile, bis sich die Tür vom Schlafzimmer wieder öffnet und Dennis mit unbeholfenen Schritten heraustrippelt.

Ich beiße fest mit den Zähnen auf die Lippen um nicht lauthals loszulachen. Aus Dennis ist Denise geworden. Zumindest war das der Plan. Doch er ist schiefgegangen. Gründlich. Vor mir steht die mieseste Transe aller Zeiten: Ein breitschultriger, großer Hobbykicker, der sich ein kurzes Rotes Plastikkleid gezwängt hat, schwarze halterlose Strümpfe trägt, dazu weiße Nutten-Kniestiefel in Lack-Optik und auf dessen Kopf eine blonde Langhaarperücke aus dem Karnevals-Laden thront. Unterstützt wird der Mann/Frau Konstrast durch all die Haare, die Männer haben und die unter den Strümpfen, auf der Brust und im Gesicht sprießen.

Videogame-Girl muß Dennis stützen, denn er scheint keine Erfahrung im Umgang mit hohen Absätzen zu haben. Nur mit Mühe erreicht er das rettende Sofa. Dort angekommen findet dann noch eine Verwandlung statt. Der schüchterne Dennis plappert als Denise fröhlich drauf los, wirft sich in Pose und gibt mir Anweisungen.

"Mach aus mir eine schöne Frau!"
"Du hast überall Haare und keine Titten..."
"Egal..."

Weil es egal ist und ich nicht tricksen muß, weil Dennis kooperativ und einfallsreich ist, dauert das Shooting und die Aufnahme einer kurzen Videosequenz, worin er sich vor der Kamera räkelt, nicht länger als eine halbe Stunde. Eine unterhaltsame halbe Stunde, in der Dennis von seiner glühenden Liebe zum FCB berichet, und von der Leidenschaft, mit welcher er jedes Spiel seines Heimatvereins auf der Position des Abwehrsspielers seit frühester Jugend bestreitet.

"Vielleicht solltest Du mit einem Fußball posieren. Schwule Fußballer liegen gerade voll im Trend."
"ICH BIN NICHT SCHWUL!"
"Dann eben Bi..."
"Ich bin auch nicht Bi, ich bin normal!"

Dennis ist angepisst, ich bin irritiert. Vor mir kniet die 1,90 Meter-Kante mit dem arischen Heldengesicht gerade breitbeinig auf dem Sofa, hält sein rasiertes Arschloch in meine Kamera und lutscht dabei am Dildo. Für mich sieht es ziemlich schwul aus.

Ich übergehe meinen Fauxpas und rette mich kurze Zeit später ins Foto-Finish. Schnell noch den Daten-Bogen ausfüllen: Blasen ja, Anal aktiv und passiv auch ja, Gang-Bang ja. Gerne. Sollte man im Inserats-Text betonen.

Als ich mich später verabschiede, ist Dennis wieder der wortkarge Typ, dem Höflichkeitsfloskeln nichts bedeuten. Ich verlasse die Wohnung zusammen mit Videogame-Girl, die mich gefragt hat, ob ich ihr eine Passage in die nächste Stadt anbieten kann und mir einen Fuffi dafür anbietet.

Die wortkarge junge Frau verwandelt sich ebenfalls in einen heiter drauflosplappernden Gesprächspartner, als wir im Auto sitzen. Sie entpuppt sich als Gelegenheitsnutte. Kommt von der Hauptschule und  hatte nie Bock auf Ausbildung oder reguläre Arbeit. Wenn sie Geld benötigt, schaltet sie ein Inserat, den Rest ihrer Zeit verbringt sie am liebsten vor dem Fernseher. So ein Leben würde Dennis auch gerne führen. Dennis war mal ihr Boyfriend, bis er herausbekam, dass sie eine Nutte ist. Inzwischen hat er es verkraftet und redet wieder mit ihr. Sie sind sogar wieder zusammen - ein bisschen. Jetzt hat er sich den Job von ihr abgeguckt. Schwul? Nein - Der Dennis doch nicht... Dem isses einfach total egal, ob er Schwänze lutscht oder sich in Frauenkleidern ficken lässt, der ist nur an der Kohle interessiert. Hat keinen Bock auf Netto einsfünf für einen ganzen Monat Maloche auf der Baustelle. Ach, jetzt sind wir schon da...? Danke, dass du mich mitgenommen hast.

Dennis nicht schwul sondern Hardcore-Pragmatiker? Ich glaube ihr kein Wort. Für mich war er es: Der erste schwule Fußballer, dem ich begegnet bin.

 

 

 

 

 

 

11.1.14 17:55


Schamhaare und Muslime

Promisc  hat meinen Schamhaar-Artikel reblogged und bekam dieselbe Reaktion zu spüren wie ich: Was haben Muselmanen mit Schamhaaren zu tun?

Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass Schamhaare in Deutschland schon immer beliebt waren und erst Mitte der 90er mit hohem Werbedruck seitens der Industrie und dem Einfluss muslimischer Migranten abgeschafft wurden.

Ich bin vom informierten Leser ausgegangen, als ich diesen Absatz schrieb. Ich hab vorausgesetzt, dass inzwischen die meisten von uns Muslimen nach der Arbeit oder nach dem Sport unter der Dusche begegnet sind, möglicherweise auch in der Sauna, oder im Bett, ich dachte, dass die Geheimnisse fremder Kulturen für die Weltmeister im Reisen und Vertreter einer überinformierten und übersexten Gesellschaft keine mehr sind. Ein Irrtum, wie mir scheint.

Ich selbst habe mit etwa 16 Jahren mitbekommen, dass es andere Jungs gibt, die sich unter den Achseln und im Schritt rasieren. Es war unter der Dusche, nach dem Fußballtraining und es waren ausnahmslos Türken und Araber. Ich hab sie gefragt, warum sie es tun. Sie sagten, ihre Kultur gebiete ihnen diese Form der Reinlichkeit. 

Reinlichkeit durch Kahlschlag? Wozu gibt´s Wasser und Seife? Punktabzug für jeden, der diese Frage stellt. Im Orient, dort, wo die monotheistischen Religionen entstanden sind, gibt es kein Wasser. Es gibt Internet, aber es gibt kein Wasser. Selbst in einem Urlaubsland wie der Türkei ist es immer noch keine Selbstverständlichkeit, dass das kostbare Nass, aus dem Wasserhahn rauscht, wenn man ihn betätigt. Kein Wasser in Kombination mit großer Hitze: Ein hervorragender Nährboden für Krankheiten aller Art. Vor diesem Hintergrund wir klar, wie Alkohol- und Schweinefleischverbot, rituelle Waschung, Beschneidung und Schamhaar-Rasur ihren Weg in eine pragmatische Religion wie dem Islam finden konnten. Es sind Überlebensstrategien für eine lebensfeindliche Umwelt.

Die Menschen aus dieser Region haben ihre Vorstellung von Hygiene mitgenommen und ihren Kindern und Kindeskindern mitgegeben, als sie Ende der 60er und später noch einmal in den 90ern nach Deutschland einwanderten. Weil sich die Begegnungen zwischen Deutschen und muslimischen Migraten über Jahrzehnte hinweg nur in der klassischen Arbeiterschicht abspielten, ist der Trend zur Intimrasur dort entstanden und hatte sich bereits festgesetzt, als das Bildungsbürgertum im Rahmen der Globalisierung in den 90ern davon erfuhr - und zunächst peinlich berührt war, bisweilen sogar irritiert. "Rasierst du deine Mumu?" war eine Frage, die sich vor allem Mädchen und Frauen damals gegenseitig stellten und die zu vielen leidenschaftlichen Diskussionen und verhärterteten Fronten führte. Das ganze verpuffte allerdings mit dem Start der ersten großen Marketing-Kampagne für Lady-Rasierer in Deutschland, dessen Einführung nicht nur für glatte Achseln und Beine sorgte, sondern auch für glattrasierte Mösen.

Wie bereits erwähnt: Das alles liegt nicht lange zurück und bei näherer Betrachtung habe ich das Gefühl, dass die Intimrasur niemals wirklich in Deutschland angekommen ist. Insofern dürfte eine große Zahl von Menschen glücklich sein mit dem Anti-Rasieren-Trend, der von bärtigen Hipstern in Berliner Bordellen losgetreten wurde.

 

 

 

 

 

9.1.14 21:36


Ich bin gerade sentimental geworden und habe die Webseiten der Puffs besucht, in denen ich mal fotografiert habe und in denen inzwischen anderen Nuttenfotografen ihr Handwerk ausüben. Mein Bildmaterial ist  mittlerweile weg. Es sind nur wenige Frauen, die sich nicht haben von anderen Fotografen ablichten lassen... vier, vielleicht fünf... Doch sie alle haben etwas gemeinsam: Sie sind kostbare Stücke in einem großen Schatz von Erinnerungen, den ich hüte...
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8.1.14 03:20


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